Handels- & Gesellschaftsrecht:

Das Handelsrecht wird auch als das Sonderprivatrecht der Kaufleute bezeichnet. Seine gesetzliche Grundlage findet sich im Handelsgesetzbuch (HGB). Dort ist beispielsweise geregelt, was ein Kaufmann ist und welche Pflichten dieser hat, wann eine Eintragung im Handels- bzw. Unternehmensregister erfolgen muss, oder wie ein Kaufmann firmieren, sich also im Geschäftsleben nennen kann. Auch besondere Vertretungsformen wie z.B. die Prokura, regelt das HGB die Einzelheiten. Es enthält ferner Vorschriften über Handelsvertreter, Handelsmakler, Handlungsgehilfen und Lehrlinge. Das HGB enthält darüber hinaus Regelungen über die Handelsgeschäfte – insb. über das Kommissionsgeschäft, den Handelskauf oder das Speditions-, Fracht – und Lagergeschäft.

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Sollten Sie Fragen aus dem Bereich des Handels- und Gesellschaftsrechts haben, so rufen Sie uns an. Grenius Rechtsanwälte wird sich Ihrer Probleme gerne annehmen und mit Ihnen zusammen passgenaue Lösungen erarbeiten.

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Das Handelsrecht ist mit dem Gesellschaftsrecht eng verbunden.

Grund hierfür ist, dass Unternehmer häufig nicht als Einzelkaufleute am Markt agieren, sondern sich zu Gesellschaften zusammenschließen bzw. diese gründen. Zu unterscheiden sind hier grundsätzlich die sog. juristischen Personen (zB. GmbH, AktG) und die sog. Personen-(handels)gesellschaften (oHG, KG, GbR). Als Pendant zur englischen Limited (Ltd.) wurde in das deutsche Recht die Gesellschaftsform der sog. Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) eingefügt. Im Rahmen der weiteren Ausgestaltung des gemeinsamen Marktes wurden auch sog. europäische Rechtsformen eingeführt wie etwa die Europäische Aktiengesellschaft (SE).

Die Voraussetzungen für die Gesellschaftsgründung sind im deutschen Recht in vielen verschiedenen Gesetzen geregelt. Für die Gründung einer sog. Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist das BGB maßgeblich. Für die Gründung einer GmbH enthält das GmbH-Gesetz die maßgeblichen Regelungen. Die Vorschriften über die Kommanditgesellschaft (KG) oder für die offene Handelsgesellschaft (oHG) sind hingegen im Handelsgesetzbuch verortet.

Bei alle diesen Gesellschaftsformen sind unterschiedliche gesetzliche Regelungen zu beachten. Die Haftung der Gesellschafter, die Höhe der Einlagen, die Vorschriften über Handelsregistereintrag, notarielle Beglaubigungen und die Gestaltung der Vertretungsmacht sind zu klären und zu gestalten. Hierbei stellen sich sowohl für Existenzgründer als auch für erfahrene Gesellschafter oder Geschäftsführer jede Menge juristischer Fallstricke. Auch der Inhalt des Gesellschaftsvertrages ist auf die jeweilige Situation, auf den konkreten Unternehmenszweck und die Wünsche der Beteiligten genau abzustimmen. Nur so können auf lange Sicht teure Konflikte vermieden werden.

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